Embodiment

Der menschliche Körper tritt  hervor in seinen Formen, in seiner Geschlechtlichkeit, in seiner Klanglichkeit. Die Suche nach gemeinsamen Komponenten zwischen den Stahlobjekten und dem nackten Körper in Form, Oberfläche, Raumspannung und Klang bilden den Boden, auf welchem die Wahrnehmung des Betrachters die Möglichkeit hat, den geschlechtlichen Aspekt zu transformieren und lediglich die Bilder und den Puls wirken zu lassen.

Die zwei Figuren des Duo bilden den Abschluss des Abends. Jemandem »zu nahe kommen«, »eindringen« in den unsichtbaren, privaten Bereich des Anderen, wie auch der »Keil« Gert Riels, welcher sich wie ein Fremdkörper in das vergangene »Zeitalter« des Spiegelsaals zu pressen scheint, konfrontiert die Zuschauer auf neuem Wege, den eigenen Wirkungskreis im Raum  zu erleben. Das Erforschen menschlicher Resonanzräume, nämlich der Räume, wo Worte keinen Platz mehr haben, ist der Radius, auf welchem sich die zwei Figuren bewegen. Ich lasse Nähe zu, »zeige« mich, lege meine »Maske« ab und entdecke mich durch den Spiegel des anderen neu. Am Schluss bleibt der Zwischenraum.

Presse

suedkurier

Musik / Idee / Inszenierung
Ingrid Schorscher

TEIL 1
Darstellerinnen
Emily Engbers, Zina Vaessen, Christine Kristmann

Musiker
Helge Herr (E Gitarre), Daniel Kübler (Geige), Marko Bartel, Keisuke Fujinami (beide Posaune)

Live Elektronik, Mikrofondarsteller, Mischpult, Sound
Bogdan Mack, Max Geyer, Jan Roth, Sebastian Russ

Licht
Andreas Wachsmann, Heiko Waldmüller

TEIL 2
LiveProjektion
Diet Rahlfs

Licht
Andreas Wachsmann, Emanuel Werres

Herz
Ingrid Schorscher

Herzsound
Heiko Waldmüller

»Objektalisten«/Schlagzeug
Max Frey, Julian Bucher, Benny Schelb

TEIL 3
Darsteller
Tanja Bippus-Jäger, Ingrid Schorscher

Gesang
Emily Engbers, Zina Vaessen

Bassklarinette
Matthias Anton

Schlagzeug
Julian Bucher, Max Frey

Kostüm
Ingrid Schorscher, Tanja Bippus-Jäger

Licht
Andreas Wachsmann

Fotos: Diet Ralfs